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Starkregen

Ursachen und Hintergründe

Steigende Temperaturen im Sommer bewirken eine höhere Verdunstung. Der schnelle Feuchtigkeitsaufstieg erzeugt eine starke Wolkenbildung in der Atmosphäre. Gewitterwolken mit großen Wassermassen regnen schlagartig auf kleinräumigen Gebieten ab. Dabei kann mehr als 100 l/m² Wasser in kurzer Zeit auf die Oberfläche fallen. Dies übersteigt die Versickerungsfähigkeit des Bodens. Darüber hinaus kann durch die zunehmende Versiegelung von Verkehrs- und Wohnflächen das Niederschlagswasser nicht mehr natürlich versickern und gelangt in die Kanalisation. Zudem können Landnutzungsänderungen im Umland erhöhte Oberflächenabflüsse mit Bodenerosion bewirken, die Siedlungsgebiete mit Wasser und Schlamm gefährden. Die für Niederschlagswasser vorgesehenen Entwässerungseinrichtungen (Kanäle, Versickerungsanlagen) sind aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht auf diese extremen Ereignisse ausgelegt. Daher bilden sie keinen ausreichenden Schutz vor Starkregen und es treten Überflutungenan der Oberfläche von Siedlungsgebieten auf. Diese gefährden Menschen, Gebäude und Infrastruktureinrichtungen.

Schutz gegen Rückstau aus dem Abwassernetz

"70 Keller musste die Feuerwehr leer pumpen" oder ähnliche Sätze findet man immer wieder in Zeitungsberich­ten über Wolkenbrüche oder die Folgen heftiger Gewitterregen in besiedelten Gebieten. Keller und andere tief­liegende Räume werden überflutet, weil manches Haus noch immer nicht genügend gegen Kanalrückstau gesi­chert ist. Hierdurch entstehen dem Hauseigentümer oft sehr große Schäden. Dabei kann er sie vermeiden, wenn er sein Haus entsprechen den technischen Möglichkeiten und den geltenden Vorschriften gesichert hat. Zudem ist er nach geltendem Recht für alle Schäden verantwortlich, die auf dem Fehlen dieser Sicherungen beruhen. Die entsprechenden Bestimmungen finden sich in der Entwässerungssatzung und in den Vorschriften DIN 1986 - Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke. 
Das Kanalnetz einer Stadt oder einer Gemeinde kann nicht darauf ausgerichtet werden, dass es jeden Starkregen oder Wolkenbruch sofort ableiten kann. Die Rohre der Kanalisation wurden sonst so groß und so teuer werden, dass die Bürger, die sie ja über Abwassergebühren mit bezahlen müssen, unvertretbar belasten würden. Deshalb muss bei solchen starken Regen eine kurzzeitige Überlastung des Entwässerungsnetzes und damit ein Rückstau in die Grundstücksentwässerungsanlagen in Kauf genommen werden. Dabei kann das Wasser des Kanals aus den tiefer gelegenen Ablaufstellen (Gully, Waschbecken, Waschmaschinenabläufe, Bäder, WC-Anlagen etc.) austreten, falls diese Ablaufstellen nicht vorschriftsmäßig gesichert sind. Auch wenn es bisher noch niemals zu einem Rückstau kam, kann nicht darauf vertraut werden, dass ein solcher, etwa infolge einer unvorhersehbaren, kurzfistigen Kanalverstopfung, für alle Zukunft ausbleibt. So kann z. B. durch größere Fremdkörper, Rohr­bruch oder ähnliches auch ohne Niederschläge Rückstau eintreten. 

Hauseigentümer sind daher in eigener Verantwortung verpflichtet, alle tiefliegenden Ablaufstellen, vor allem im Keller, mit Rückstauvorrichtungen zu versehen. Alle Räume oder Hofflächen unter der "Rück­stauebene", die im allgemeinen in Höhe der Straßenoberkante angenommen wird, müssen gesichert sein.

Bitte beachten Sie dabei die folgenden Punkte: 
Revisionsschächte
Rückstausicherung
Hebeanlage
Inspektion und Wartung
Drainagen
Hofflächen, Tiefeinfahrten in Kellergaragen
Kellerlichtschächte

Satzungen

Hier finden Sie die Satzungen des Marktes Schwarzenfeld zum Thema Wasser und Abwasser.

Hochwasserschutz

Symbolbild Hochwasserschutz

Wenn Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen, ist es wichtig, Vorsorgemaßnahmen zu treffen und Ihr Verhalten auf diese Gefahren abzustimmen. Staat und Kommunen treffen Schutzmaßnahmen und Vorbereitungen, um die Auswirkungen solcher Schadensereignisse zu begrenzen. Daneben muss auch jeder Einzelne durch gezielte Vorbereitungen Schäden vermeiden oder vermindern. Um insbesondere die Gefährdung in Wohnbereichen einschätzen zu können, sollten Sie zunächst die für Sie kritische Hochwassermarke (ggf. über die Gemeinde) abklären. Gleiches gilt für die zu erwartenden Grundwasserstände. Generell ist zu beachten, dass die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Lebensmitteln bei Hochwasser und auch nach Ende der unmittelbaren Hochwassergefahr beeinträchtigt oder unterbrochen sein kann. Im Folgenden finden Sie nützliche Informationen zum Thema.

Informationen und hilfreiche Links

Checkliste zur Vorbereitung auf eine Hochwassersituation
Hochwassernachrichtendienst Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamts Weiden
Informationen zur Elementarschadenversicherung
Bauverwaltung

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