Schloss Schwarzenfeld

Die Geschichte des Schwarzenfelder Schlosses geht bis in die erste Hälfte des zweiten Jahrtausends zurück. In Schwarzenfeld, 1015 erstmals in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich II. an das Bistum Bamberg erwähnt, können mehrere Adelslinien nachgewiesen werden, zu denen auch das Adelsgeschlecht der Plankenfelser zählt, die aus Oberfranken stammten. 1389 übernahmen dieser das Schloss Schwarzenfeld an der Naab, das 1372 von einem gewissen Conrad Pullenhofer errichtet worden sein soll. Ende des 16. Jahrhunderts kauften die Herren Teuffel von Pirkensee das Gut, das zusammen mit dem Ort Schwarzenfeld im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde.

Das Schloss wechselte mehrfach den Besitzer, bis im Jahre 1789 erstmals in der Geschichte des Schlosses der Name Holnstein auftauchte. Käufer war der Erbstatthalter der Oberpfalz, Max Joseph Graf von Holnstein aus Bayern (1760 – 1824), ein Enkel des Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, der als Kaiser Karl VII. in die Geschichte einging.

Dieser Graf baute das Schloss in einen repräsentativen Landsitz um. Erbe des Gutes war sein Sohn Karl Theodor von Holnstein (1797 – 1857), dessen Sohn wiederum im Jahre 1857 die Herrschaft in Schwarzenfeld übernahm. Dieser Sohn, Maximilian Karl Theodor Graf von Holnstein (1835 – 1895), wurde durch seine Freundschaft mit König Ludwig II. von Bayern zum berühmtesten Mitglied derer von Holnstein. Er schrieb bayerische und deutsche Geschichte entscheidend mit. So führte er mit Otto von Bismarck die maßgeblichen Verhandlungen, damit König Wilhelm I. von Preußen 1871 im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen werden konnte.

Nach dem Tode Ludwigs II. war Graf Max von Holnstein noch einige Jahre für den Prinzregenten Luitpold von Bayern tätig, bevor er sich als Altersruhesitz zusammen mit seiner Frau Maximiliane, geb. Freiin von Gumppenberg-Pöttmes, seinen bisherigen Sommersitz Schloss Schwarzenfeld auserwählte. 1893 übersiedelte er endgültig auf Schloss Schwarzenfeld, das in den Jahren 1890 bis 1892 vom berühmten Architekten Julius Hofmann im damals modernen Stil des "Historismus" (Verwendung von früheren Stilformen) umgebaut und vergrößert wurde.

Bereits zwei Jahre später verstarb Graf Max von Holnstein und seine Erben verlagerten ihren Lebensraum auf die Besitztümer in Oberbayern. Ludwig Maximilian Graf von Holnstein (1897-1966), ein Enkel des berühmtesten Adelssprosses Graf Max, verkaufte 1934 Schloss Schwarzenfeld an den Markt Schwarzenfeld. Nun wechselten häufig die Besitzer, bis am 25. Juni 1982 durch einen Großbrand das Ende gekommen schien.

 

(Quelle: Martin Irl, Holnstein-Archiv, Schwarzenfeld)

Doch 1995 wendete sich das Schicksal des Schlosses zum Guten, denn mit der Nabburger Bauunternehmersfamilie Hans und Christine Dobler fanden sich Käufer, welche die Schlossruine in ein glänzendes Tagungshotel umbauten.

Bei der Grundsteinlegung am 15. September 1995 durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber wurde das hervorragende Engagement der Familie Dobler für das Schloss Schwarzenfeld durch viele Redner dankbar gewürdigt. Das Ortsbild von Schwarzenfeld, geprägt durch die Wahrzeichen Miesbergkirche mit Kloster, alte Pfarrkirche St. Dionys und Schloss Schwarzenfeld hat durch den Wiederaufbau des Schlosses seine Würde zurückerhalten.

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