Mausoleum und Ahnengruft der Grafen von Holnstein

Die Grafen von Holnstein aus Bayern sind Nachkommen des Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, der 1742 als Karl VII. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewählt wurde.


Das Holnstein’sche Mausoleum im Friedhof von Schwarzenfeld wurde im Auftrag des Kgl. Bayer. Oberststallmeisters und Reichsrats Maximilian Karl Theodor Graf von Holnstein aus Bayern (1835 – 1895) in den Jahren von 1882 bis 1884 im neuromanischen Stil erbaut.


In der Gruft ruhen in Prunksärgen folgende Personen:
Karl Theodor Graf von Holnstein aus Bayern (gest. 1875 im Alter von einem Jahr und drei Monaten), drittes Kind des Kgl. Bayer. Oberststallmeisters Max von Holnstein; Caroline Freifrau von Gumppenberg-Pöttmes, geb. Gräfin von Bayrstorff (1816 – 1889), älteste Tochter des Prinzen Karl von Bayern,
und Max Karl Theodor Graf von Holnstein aus Bayern, der am 1. Februar 1895 im Schloss verstarb.


In einem Erdgrab in der Gruft ruht die Ehefrau des Oberststallmeisters König Ludwig II. von Bayern, Maximiliane Gräfin von Holnstein aus  Bayern, geb. Freiin von Gumppenberg-Pöttmes (1850 – 1937).


Die Kapelle über der Gruft ist einzigartig in der Oberpfalz. Die Wände sind reich verziert mit Ornamenten und orientalisch wirkenden Phantasiestädten, die an das altchristlich-römische Abendland erinnern. Die Wappen der Familien Holnstein und Gumppenberg verweisen auf die Ehe des Grafen Max von Holnstein mit Maximiliane Freiin von Gumppenberg-Pöttmes. Bei dieser außergewöhnlichen Ausstattung erkennt man die Künstlerhand des berühmten Architekten und Kgl. Oberhofbaurats Julius Hofmann, der auch für den Kaiser Maximilian von Mexiko und für König Ludwig II. von Bayern tätig war.


Die Ahnengruft neben dem Mausoleum schmückt ein großes Granitkreuz auf einem schroffen Brocken aus Muschelkalkstein. Diese Grabstätte hatte der Kgl. Bayer. Oberststallmeister Max Graf von Holnstein aus Bayern für seine Vorfahren errichten lassen. Nachdem das Ehrengrab 1876 fertiggestellt war, ließ der Graf seine Ahnen, die im allgemeinen Schwarzenfelder Friedhof beigesetzt waren, in die Gruft umbetten. Darunter befanden sich auch die sterblichen Überreste des letzten Statthalters der Oberpfalz, Max Joseph Graf von Holnstein aus Bayern (1760 – 1824), und eines Enkels des Kurfürsten Karl Theodor von Bayern.


Ursprünglich waren die beiden gräflichen Grabstätten von einem romantisch angelegten Waldgarten umgeben.


Der Markt Schwarzenfeld erwarb das Holnstein’sche Mausoleum und die Ahnengruft mit dem dazugehörenden Grundstück 1950 von Ludwig Maximilian Graf von Holnstein aus Bayern (1897 – 1966), einem Enkel des Kgl. Bayer. Oberststallmeisters Max Graf Holnstein. In den neunziger Jahren wurde im Auftrag des Marktes das Mausoleum in vorbildlicher Weise renoviert.

 

(Quelle: Martin Irl, Holnstein-Archiv, Schwarzenfeld)

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