Geschichtlicher Überblick

Der Markt Schwarzenfeld blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1015 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Über ein Jahrhundert, 1150 bis 1270, herrschten die „Schwarzenfelder“ im Ort. Erst 1372 wurde das Schloss von Conrad Pullenhofer errichtet. 1389 wurde das Schwarzenfelder Schloss von dem Adelsgeschlecht der Plankenfelser erworben.

 

Schwarzenfeld in Not

Im Laufe der Zeit erlitten die Schwarzenfelder Bürger immer wieder herbe Rückschläge und Katastrophen. So wurde beispielsweise das Schloss Schwarzenfeld Ende des 16. Jahrhunderts während des Deißigjährigen Krieges verwüstet. 1707 wurde die Dionysiuskirche im Zuge eines verheerenden Feuers stark beschädigt. 1796 standen sich außerdem die österreichische Armee unter Oberbefehlshaber Erzherzog Karl und die französische Revolutionsarmee unter Jourdan bei Schwarzenfeld kampfbereit gegenüber. Doch die Schwarzenfelder Bürger waren stark und überstanden all die Kriegswirren und Katastrophen. So begannen sie 50 Jahre nach der Zerstörung der Dionysiuskirche mit deren Wiederaufbau.

 

Innovationen und Bauphasen in Schwarzenfeld
In der Zeit vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verzeichnete Schwarzenfeld einen wirtschaftlichen Aufschwung. Zahlreiche Neuerungen und Baupläne wurden in die Tat umgesetzt.
Alles begann 1890 mit der Erhebung des Dorfes zum Markt. Es folgte noch im gleichen Jahr der Neubau des Schlosses durch die Grafen von Holnstein. 1934 wurde schließlich das erste Wasserwerk in Schwarzenfeld erbaut und die Bewohner konnten sich über fließendes Wasser im Haus freuen. Ein Jahr später wurde das Kloster auf dem Miesberg erbaut. Die dazugehörige Kirche entstand schon 1720. 1938 folgte die Errichtung der Keramischen Betriebe Buchtal und der Siedlung Schwarzenfeld. Gebaut wurde dieses moderne Werk, um den Bedarf an hochwertigen Schamottesteinen für den Aufbau und den Betrieb der Hüttenwerke zu sichern.

 

Schwarzenfeld in der NS-Zeit
Die Buchtal-Werke hatten eine große Bedeutung für den Krieg: Die von den Buchtal-Werken erzeugten Schamottesteine wurden für den Betrieb von Stahl-Hochöfen benötigt. Das Buchtal-Werk hatte während des Zweiten Weltkriegs sogar ein betriebseigenes Zwangsarbeiterlager mit ungefähr 750 beschäftigten Personen.
Auch die Geschichte des Passionisten-Klosters auf dem Miesberg lässt die Zustände während des Krieges erahnen. So durfte der Deutsch-Amerikaner Pater Viktor Koch C.P. – Mitbegründer des Klosters – dieses in den Jahren 1941 bis 1943 nicht nutzen, da in den Gemäuern Kinder der Kinderlandverschickung untergebracht waren. Innerhalb der Kinderlandverschickung sollte während der NS-Zeit sichergestellt werden, dass Mütter und Kinder aus den vom Luftkrieg bedrohten Städten in weniger gefährdete Gebiete gebracht werden konnten.

 

Kriegsende, Neubeginn und Aufschwung in Schwarzenfeld
Durch den Zuzug zahlreicher Vertriebener nach Kriegsende 1945 stieg nicht nur die Einwohnerzahl in Schwarzenfeld erheblich. Der Ort erfuhr zusätzlich einen beträchtlichen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. So wurde beispielsweise 1948/49 das erste Jugendheim erbaut. Außerdem entstand 1949/51 ein neues Schulhaus, welches in den Jahren 1959/61 und 1978/81 erweitert wurde. 1964 wurde schließlich die erste Kläranlage errichtet. Schwarzenfeld wuchs in dieser Zeit weiter an.
So wurden 1972 die Gemeinden Pretzbruck und Frotzersricht mit Ausnahme des Gemeindeteils Wohlfest eingegliedert. Bereits zwei Jahre später wurde die Verwaltungsgemeinschaft mit den Mitgliedsgemeinden Schwarzenfeld und Stulln gebildet. 1977 wurde das Rathaus gebaut und zudem die Partnerschaft Markt Schwarzenfelds mit der Marktgemeinde Straß in der Steiermark geschlossen. 1978 wurde schließlich auch die Gemeinde Sonnenried mit Ausnahme des Gemeindeteils Rauberweiherhaus eingegliedert. Auch die Verwaltungsgemeinschaft wurde um eine Gemeinde – Schwarzach bei Nabburg – erweitert. In der Folgezeit schlossen sich Bauphasen und Sanierungsarbeiten an die Gemeindeerweiterung an. So begannen beispielsweise die Bauarbeiten zum Gewerbegebiet 1978/79, die Turn- und Schwimmhalle wurde 1988 saniert sowie das Feuerwehrhaus in Sonnenried 1989 errichtet. Ein Jahr später konnte der Markt ein großes Doppeljubiläum feiern. So wurden sowohl die 975 Jahre seit der ersten Erwähnung des Ortes als auch die 100 Jahre seit Markterhebung gefeiert.

Markt Schwarzenfeld

Viktor-Koch-Straße 4

92521 Schwarzenfeld

Tel. 09435/309 - 0

Fax 09435/309 - 227

Öffnungszeiten Rathaus:

Montag–Freitag
8.00–12.00 Uhr
Dienstag
14.00–16.00 Uhr
Donnerstag
14.00–18.00 Uhr